Jugend & KI: Generationen lernen gemeinsam
Wie können wir Jugendliche auf eine Zukunft mit Künstlicher Intelligenz vorbereiten? Und wie gelingt es, dass Jung und Alt dabei voneinander lernen?
Diesen Fragen widmete sich die Veranstaltung «Jugend & KI– vom Wissen zum Handeln», die vom Elternrat der Schule Uitikon in Zusammenarbeit mit der Schule sowie mit Unterstützung von Ulrike Liebert von Generation65+ organisiert und durchgeführt wurde.
Rund 50 Teilnehmende aus verschiedenen Generationen und Lebensbereichen kamen zusammen: Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen, Vertreterinnen und Vertreter der Schulpflege, des lokalen Gewerbes sowie weitere interessierte Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde. Besonders wertvoll war die aktive Beteiligung von Jugendlichen, die ihre Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz aus Schule und Alltag einbrachten und den Dialog auf Augenhöhe ermöglichten.
Nach einer Einführung zur Integration von KI in den Schulalltag durch die ICT-Fachstelle der Schule Uitikon arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedenen Themenbereichen. Diskutiert wurden Fragen wie: Wo begegnen Kinder und Jugendliche heute KI? Welche Chancen und Risiken bringt die Technologie mit sich? Wie verändert sie Bildung, Arbeitswelt und gesellschaftliche Teilhabe? Und welche konkreten Anwendungen stehen bereits heute zur Verfügung?
Die Bandbreite der Themen war gross. Sie reichte von KI-gestützten Lernhilfen über Deepfakes und Datenschutzfragen bis hin zu den Kompetenzen, die in einer zunehmend digitalisierten Welt benötigt werden. Im praktischen Teil konnten die Teilnehmenden verschiedene KI-Werkzeuge kennenlernen und selbst ausprobieren. Dabei entstanden zahlreiche Gespräche zwischen den Generationen, bei denen Wissen, Erfahrungen und Perspektiven ausgetauscht wurden.
Besonders deutlich wurde, wie wichtig der generationenübergreifende Dialog ist. Während Jugendliche oft einen selbstverständlichen Zugang zu neuen Technologien haben, bringen Erwachsene Erfahrungen aus Beruf, Gesellschaft und Alltag ein. Von diesem Austausch profitieren beide Seiten: Erwachsene fördern das kritische Hinterfragen, Jugendliche den direkten Zugang zur Anwendung.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Umgang mit Künstlicher Intelligenz nicht allein eine Aufgabe von Schule oder Elternhaus ist. Vielmehr braucht es die Zusammenarbeit von Bildung, Familien, Wirtschaft und Gesellschaft, um junge Menschen auf die Herausforderungen und Chancen einer KI-geprägten Zukunft vorzubereiten.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden – besonders den engagierten Jugendlichen, der Schule Uitikon und Ulrike Liebert von Generation65+ –, die zum Erfolg dieses Anlasses beigetragen haben.
Elternrat – Infotainment
Jugend & KI, Workshop
Wie Künstliche Intelligenz den Alltag unserer Kinder prägt
Allmend Träff, 7. November 2025
Trotz Freitagabend und Herbstwetter war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt: Rund 50 interessierte Eltern, Pädagoginnen und Gemeindemitglieder folgten der Einladung zum Workshop mit Dr. Sandra Cortesi, welche an der Uni Zürich und der Uni München beforscht, wie junge Menschen mit digitalen Technologien (einschliesslich KI) umgehen. Unter dem Titel «Wie Künstliche Intelligenz den Alltag unserer Kinder prägt» beleuchtete Sandra Cortesi die Chancen und Herausforderungen, die KI-Technologien für junge Menschen mit sich bringen. Der Workshop verband wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse («Die Datenlage zeigt Folgendes …») mit praxisnahen Beispielen («Im Alltag verhalten sich Kinder wie folgt …»), wobei die Referentin eigene Erfahrungen aus ihrem Familienleben einbrachte. Dabei zeigte sie u. a. auf, wie Sprachmodelle wie z. B. ChatGPT, eigens gebaute Chatbots wie es bei Meta Ai Studio möglich ist oder algorithmisch gesteuerte Inhalte in Social Media Feeds bereits heute das Denken, Lernen und Sozialverhalten von Kindern beeinflussen.
Zwischen Faszination und Verantwortung
Dr. Sandra Cortesi betonte, dass KI nicht per se gut oder schlecht für die Heranwachsenden sei. Entscheidend sei, dass man begleitet und dass junge Menschen mit, trotz, über, durch KI und auch mal ohne KI lernen. Besonders eindrücklich war ihre Analyse von TikTok-Algorithmen und personalisierten Lernplattformen, die sowohl Potenzial für individuelle Förderung als auch Risiken für einseitige Weltbilder bergen. «Kinder brauchen nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch emotionale Begleitung», so Cortesi. Eltern und Lehrpersonen seien gefordert, neugierig zu bleiben und Fragen zu stellen. Man kann durchaus gemeinsam mit den Kindern digitale Räume erkunden und voneinander lernen, denn die jüngere Generation geht ganz anders mit Innovationen um als wir Eltern/ Erwachsenen.
Austausch und Aha-Momente
Der Workshop war interaktiv gestaltet: In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden über eigene Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen im Umgang mit KI. Viele zeigten sich überrascht, wie früh Kinder mit KI in Berührung kommen – sei es über Spielzeuge mit Spracherkennung oder über automatisierte YouTube-Vorschläge. Die Atmosphäre war offen, engagiert und geprägt von gegenseitigem Lernen. «Ich nehme heute nicht nur Wissen mit, sondern auch Mut, das Thema aktiv mit meinen Kindern zu besprechen», sagte eine Teilnehmerin beim abschliessenden Apéro.
Ein gelungener Abend für die Gemeinde
Der Allmend Träff erwies sich einmal mehr als Ort für kluge Impulse und lebendigen Dialog. Ein herzliches Dankeschön an Sandra Cortesi für ihre inspirierende Arbeit – und an alle, die diesen Abend mit ihrer Präsenz und ihren Fragen bereichert haben.
Dieser Artikel wurde inspiriert und redigiert mit Hilfe von ChatGPT und Copilot.
Presentation: KI_Workshop_November 2025
Elternrat Infotainment Team